The Outcast Crew
The godfathers of punky Folk
The Outcast Crew reißen das Regelbuch in Stücke und verpassen der keltischen Musik eine ordentliche Portion Feuer. Ihr Sound ist rau, wild und ansteckend – Irish Trad-Punk, wie man ihn schon lange nicht gehört hat. Ob auf den Bühnen Europas oder direkt aus den Lautsprechern zu Hause: An dieser Band kommt niemand vorbei. Bekannt als die „Godfathers of Punky Folk“, entzünden sie Musik, anstatt sie nur zu spielen.
Ihr Song „Bound for Hell“ schaffte es nicht nur auf internationale Bühnen, sondern auch in eine BBC-Dokumentation über die Kinahans – Irlands berüchtigtste Verbrecherfamilie – ein klares Zeichen für ihre Energie und Wucht. Die Rhythmusgruppe aus Schlagzeug und E-Bass schürt eine pulsierende Glut, auf die eine betörende nach Irish Folk duftende Essenz aufgegossen wird. Dies ist ein hundertprozentiges Destillat aus Fiddle, Gitarre und Gesang.
Die Reibeisenstimme des Sängers und Gitarristen Brian O’Mahoney ist die eines Raubeins und so sieht er auch aus. Bart, Schiebermütze und eine treibend gespielte Gitarre. Optisch sind sie schon Legende – Schiebermützen, zerzauste Bärte und Blicke, als hätten sie jede Spelunke von Cork bis Boston gesehen. Klanglich bündeln sie die chaotische Seele von The Clash und Stiff Little Fingers, vermischt mit der whiskeygetränkten Poesie à la Pogues und dem donnernden Herz der Dubliners.
Mit dem Tod des Frontmannes der Pogues, Shane MacGowan, ist eine Lücke entstanden – und The Outcast Crew tragen die Fackel weiter. Nicht als Kopie, sondern als kraftvolle Weiterentwicklung. Jetzt gibt es mit ihnen endlich eine Band von echtem Schrot und Korn. Mit den „Godfathers of Punky Folk“ hat dieser Musikstil genau die richtigen Paten, um weiterhin gut zu gedeihen.